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Freitag, 31. März 1995 Wetter: kühl, bewölkt und Nieselregen Strecke: Bahnfahrt von Neuenburg am Rhein nach Frankfurt am Main >>> Endlich war es soweit. Vier Wochen Urlaub, oder doch eher Abenteuer (?), in Nepal lagen vor mir. Um nicht direkt aus dem Büro in den Flieger zu steigen hatte ich mir schon den Freitag Urlaub genommen und bin Donnerstag Nachmittag mit dem ICE 770 von Freiburg nach Frankfurt am Main gefahren, wo ich am Hauptbahnhof von Peter (einem ehemaligen Klassenkameraden meiner Frau) abgeholt wurde. Bis zum Nachmittag verlief mein erster Urlaubstag recht unspektakulär. Das änderte sich als Peter endlich vom Besuch einer Sanitärmesse zurückkam und wir pünktlich 17.00 Uhr Richtung Flughafen "starten" konnten. Eine Stunde benötigten wir für die Fahrt durch den Feierabend-Wochenend-Verkehr. Nach der Verabschiedung machte mich auf die Suche nach dem Rest der Gruppe, welche mit dem Zug von Dresden anreisen wollte. Vereinbarter Treffpunkt war "der" Lufthansa-Schalter im Terminal 1. Wie sich herausstellte war diese Verabredung recht optimistisch getroffen worden, denn es gab mehr als nur "den" einen. Auf dem Bahnhofsdeck traf ich dann eher durch Zufall meine Mitstreiter der nächsten vier Wochen. Es muss so gegen 19.20 Uhr gewesen sein. Ich nutzte die Zeit und rief noch mal bei Conny in Neuenburg an. 20.30 Uhr begann dann das Einchecken am Lufthansa-Schalter 73. Es gab eine Menge zu beachten bei so einer Gruppe und dem Gruppengepäck. Es klappte aber alles reibungslos und eine Stunde später war das ganze Prozedere beendet. Auf dem Weg zum Boarding passierten wir 22.00 Uhr die Passkontrolle und ungefähr 10 Minuten später die Sicherheitsposten. Im Transitbereich am Flugsteig B 27 war dann erst mal Endstation und wir begannen mit dem Warten auf unsere Maschine der ROYAL NEPAL AIRLINES. Auf dem Informationsmonitor wurde angezeigt, dass der Flug nach Kathmandu über Dubai rund eine Stunde verspätet sei. Wir übten uns also in Geduld und erhielten nach einer weiteren halben Stunde folgende Durchsage: "Die Fluggäste für den Flug nach Kathmandu via Dubai bitte zum Flugsteig B 21. Die Fluggäste für ..." Wir wechselten schnell unsere Position und trafen am anderen Flugsteig auch die Crew für unseren Flug bis Dubai. 0.30 Uhr war dann die Maschine aus London kommend gelandet und die Passagiere und die "alte" Besatzung gingen von Bord. 20 Minuten später machte sich die neue Besatzung auf den Weg in die Maschine. Doch große Enttäuschung, als wenig später die Durchsage kam, dass das Flugzeug heute nicht mehr starten darf, weil die neue Crew mit der Summe der Verspätung und der vorrausichtlichen Flugzeit ihre zulässige Arbeitszeit überschreiten würde. Die Mannschaft des AIRBUS 310-300 ging kopfschüttelnd von Bord und später hieß es auch, dass die Maschine einen technischen Defekt hätte und da am Morgen in Rumänien ein AIRBUS gleicher Baureihe abgestürzt war, sei man besonders vorsichtig. Welch ein beruhigendes Gefühl. Gedanken machen konnten wir uns aber nicht lange, denn ein ganz anderes Problem verlangte unsere Aufmerksamkeit. Es mussten alle 260 Passagiere untergebracht werden, was in der Messestadt Frankfurt an diesem Abend gar nicht so einfach war. Doch wir hatten Glück und bekamen Zimmer im "KEMPINSKI" Frankfurt. Gut, wir waren vielleicht nicht ganz angemessen gekleidet, aber deswegen hat es uns nicht minder gefallen. Später haben wir dann gescherzt, dass die Einquartierung im "KEMPINSKI" uns den krassen Unterschied zwischen zu Hause und Kathmandu noch deutlicher zu machen. Vati und ich bekamen eine Suite über zwei Etagen. Wir duschten und fielen, nach zwei langen Telefonaten mit unseren Lieben, gegen 3.00 Uhr müde in das große Doppelbett. <<< |
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