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Montag, 10. April 1995

Wetter: früh kalt und sonnig - nachmittags Wolken, Wind, Schnee und Hagel

Strecke: Kyangjin - Menchamsa

max. Höhe: ca. 4470 m ü.NN

>>> Heute früh stand ich 6.45 Uhr auf, damit ich pünktlich 7.30 Uhr zum Frühstück fertig war. Es gab tibetanisches Brot mit Marmelade. Start war geplant für 8.00 Uhr, verzögerte sich aber etwas. Beim Aufstieg auf den Hausberg von Kyangjin waren dabei: Steffen, Manfred, Gudrun, Uli, Heinz, Vati, Torwa, Alison und ich. Cecilia sollte es nicht besonders gut gehen, so dass sie im Dorf blieb.

Es ging 450 Höhenmeter steil bergauf bis zum ersten Gipfel. Mit dem Erreichen hatten wir eine Höhe von ca. 4200 m. Mir ging es immer noch recht gut. Nur die dünne Luft machte mir etwas zu schaffen. Nach einer halben Stunde Rast beschlossen wir, den zweiten Gipfel auch anzugehen. Steffen, Manfred, Uli, Vati, die zwei Mädchen und ich brachen voller Elan auf, um die nächsten 450 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Gudrun und Heinz gingen ins Tal zurück. Nach einer reinen Gehzeit (ab Tal) von 2 Stunden und 28 Minuten erreichten wir den schneebedeckten Gipfel und hatten eine Höhe von 4470 m. Nach einer 20minütigen Pause machten wir uns auf den Rückweg ins Tal.

Gegen 13.00 Uhr waren wir zurück in Kyangjin und freuten uns auf das Mittagessen. Die "Überraschung" war riesig – es gab Nudelsuppe. Nachdem ich mir den Magen vollgeschlagen hatte, rasierte ich mich mehr schlecht als recht mit einem Stück Handseife und einer stumpfen Rasierklinge. Kaum war ich fertig, zog sich der Himmel zu und es begann zu schneien und hageln. So setzte ich mich in die Lodge an das zugige Fenster und schrieb bei diffusem Licht mein Tagebuch. Am Abend ging ich zu Torwa, Cecilia und Alison und bat sie, unsere Post mit nach Kathmandu zu nehmen und abzuschicken. So könnte unsere Post eher in Deutschland sein. Mit einem Lächeln erklärten sie sich bereit und dann verabschiedeten wir uns voneinander, denn sie wollten morgen nach Dhunche absteigen. <<<

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