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Mittwoch, 12. April 1995

Wetter: sonnig und gute Sicht, abends Wolken und Schnee

Strecke: Langshisa Kharka

max. Höhe: ca. 4310 m ü.NN

>>> Heute früh wachte ich wie gerädert im Schlafsack auf. Gegen 2.20 Uhr war ich schon einmal munter, wegen der Kälte und dem schmerzenden Rücken. Ich schaute auf das Thermometer und las +1 °C ab. Draußen müssen es mindestens minus 4 °C gewesen sein. Es fiel mir schwer wieder einzuschlafen, denn die Füße wollten nicht warm werden, der Rücken tat auf dem harten Boden weh und das Halsstück am Schlafsack war durch das Kondenswasser des Atems unangenehm feucht. So dachte ich also an Conny und Erik und bin dann irgendwie wieder eingeschlafen.

Zum Frühstück gab es Kaffee und Müsli mit Milch (-pulver). Endlich mal eine kleine Abwechslung vom Speiseplan, mal abgesehen vom Schweizer Käse aus Kyangjin, welcher sehr mild und schmackhaft war. Gegen 8.00 Uhr kam dann endlich die Sonne über die Berge. Was für eine Wohltat nach dieser Nacht.

Für den Tag hatten wir beschlossen, noch weiter ins Tal hinein zu laufen. So machten – Achim, Heinz, Manfred, Gudrun, Vati und ich – uns kurz nach 8.00 Uhr auf den Weg. Es wurde eine schöne gemütliche Wanderung. Wir machten öfter eine Rast und sahen dabei eine Lawine abgehen. Heinz, Gudrun und ich gingen etwas eher zum Zeltlager zurück, denn die 3 Männer wollten noch bis zur nächsten Anhöhe. Gegen 14.00 Uhr waren wir zurück und bekamen von unserem Guide gleich Lemon Tea serviert. Sehr schmackhaft!

Anschließend beschloss ich etwas Körperpflege zu betreiben und ging hinunter zum eiskalten Fluss. Es war ein "herrliches" Waschen bei eiskaltem Wasser und kräftigem Wind. Am Abend wurde das Wetter wieder schlechter und es schneite auch. Zum Abendbrot gab es Tomatensuppe mit Popcorn und ein nepalesisches Gericht bestehend aus gestampften Reis, Zwiebeln, Öl und allerlei Gewürzen. 19.30 Uhr krochen wir alle in unsere Schlafsäcke. Heute hatte ich noch eine Hose und eine Jacke mehr an als letzte Nacht, und hoffte so, kältefrei zu schlafen. <<<

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